Der Münzschatz von Wettin

Am 6. Juli 2023 wurde bei Verlegung einer Abwasserleitung in der Brauhausgasse 4/5 ein Münzschatz entdeckt. Der Fundort lag unter dem Torbogen der Hofeinfahrt, ca. 50 cm unter heutigem Bodenniveau. Die Bergung erfolgte noch am gleichen Tag durch den Altstadt Wettin e.V. unter Aufsicht des Landesamtes für Denkmalschutz und Archäologie (LDA).

Weitere Münzen wurden am folgenden Tag bei Durchsiebung des Aushubes gefunden und ebenfalls dem LDA übergeben. Der Schatz ist infolge des Schatzregals Eigentum des Landes Sachsen-Anhalt und wird heute in den Magazinen des Landesmuseum für Vorgeschichte aufbewahrt. 
 

Laut Auswertung des LDA  ist die älteste Münze ein Schreckenberger Großgroschen von 1499, die jüngste ein Patagon (auch Albertustaler) von 1652. Insgesamt umfasste der Schatz 285 Silbermünzen, zum größten Teil Taler bzw. Taleräquivalente aber auch ½ Taler-, ¼ Taler- und Groschenstücke.

Anhand der Schlussmünze wird das Datum der Verbergung in die späten1650ern oder kurze Zeit danach angesetzt. Ein konkreter Anlass ist nicht bekannt. Das Haus gehörte zu diesem Zeitpunkt dem Wettiner Bürgermeister Johann Dohndorf, einem wohlhabenden Landwirt, Brauherrn und Geldverleiher.

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Als Literatur sei empfohlen: TAUSCHENSKY, A. et al.: Unentdeckte Schätze in Sachsen-Anhalt, in: Archäologie in Deutschland, 41 (2025), S. 10-15.

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